FAQs zur Anwendung Governikus

Nachfolgend finden Sie Antworten zu einigen der am häufigsten gestellten Fragen rund um die Anwendung Governikus. Falls Sie weitere Informationen benötigen, finden Sie rechts ausführliche FAQ-Dokumente zum Download.

Was genau steht als Anwendung Governikus zur Verfügung?

Viele der aktuellen und künftigen Herausforderungen des E-Governments lassen sich durch den Einsatz der Anwendung Governikus lösen. Die Anwendung Governikus enthält zahlreiche Server- und Client-Lösungen sowie -Komponenten, um den kompletten Lebenszyklus elektronischer Kommunikation bzw. Daten abzudecken: für den Umgang mit elektronischen Identitäten (Online-Ausweis, Zertifikate und weitere Token), für den sicheren Datentransport (OSCI), Ver- und Entschlüsselung, elektronische Signaturen und ihre Verifikation sowie Komponenten für die beweiswerterhaltende Langzeitaufbewahrung. Kurzum: Lösungsbausteine zur Umsetzung der Digitalen Verwaltung 2020, der E-Government- und E-Justice-Gesetze, der NEGS, der eIDAS-Verordnung etc.

Welche Produkte sind in der Anwendung Governikus enthalten?

Zu den enthaltenen Produkten zählen die Middleware- bzw. Serverprodukte Governikus Service Components und Governikus Autent sowie die Clientprodukte Governikus Communicator und Governikus Signer.

Darüber hinaus enthält die Anwendung Teilkomponenten der Produkte Governikus LZA für die beweiswerterhaltende Langzeitaufbewahrung und Governikus MultiMessenger, der als intelligente Poststelle zur Integration von Multikommunikationskanalstrategien eingesetzt wird.

Wird die Anwendung weiterentwickelt?

Ja, und zwar bedarfsorientiert und in Abstimmung mit unseren Kunden! Die kontinuierliche Weiterentwicklung erfolgt in Absprache mit unseren Kunden aus Bund und Ländern, die Mitglieder in die Entscheidergremien entsenden. Im regelmäßigen Erfahrungs- und Abstimmungsaustausch in den Gremien "Betreiberausschuss" und "Technikausschuss" werden gesetzliche und technische Neuerungen und Herausforderungen diskutiert und dem "Lenkungsausschuss" vorgelegt. Dieser Ausschuss entscheidet 2 Mal im Jahr über die vorhandene Mittelverwendung für Pflege und Weiterentwicklung.

Wer darf die Anwendung Governikus einsetzen?

Sämtliche Behörden, Organisationen und Rechenzentren des Bundes sowie der Länder und die meisten Kommunen.

Müssen Behörden, Organisationen oder ihre Rechenzentren für den Abruf der Anwendung Governikus separat bezahlen?

Nein! Die Pflege der Anwendung Governikus wird finanziert über den Pflegevertrag Governikus, dem alle Bundesländer beigetreten sind, sowie dem Pflegevertrag zur VPS des Bundes. Der Vertrag mit den Ländern beinhaltet auch die kontinuierliche Weiterentwicklung. Diese Kosten werden gemäß Königssteiner Schlüssel anteilsmäßig von den Ländern getragen. Über die Mittelverwendung entscheidet, wie zuvor beschrieben, der Lenkungsausschuss. Über die VPS des Bundes können separat bedarfsorientiert vom Bund Weiterentwicklungen beauftragt werden. Die Nutzung der Weiterentwicklungen von Bund bzw. Ländern stehen allen Beteiligten zur Verfügung.

Wo kann die Anwendung Governikus abgerufen werden?

Die Anwendung steht zum Abruf über die sog. „Benannten Stellen“ zur Verfügung – ohne zusätzliche Kosten für die Lizenzierung und Pflege zu verursachen.